Dezember 17

Was lernt man eigentlich bei einem Theologiestudium an der THS.Deutschland? Diese Frage bekommen wir immer wieder gestellt. Natürlich werden unsere THS.ler akademisch Weitergebildet und in unserem dualen Theologiestudium auf den Berufsalltag eines pastoralen Leiters vorbereitet. Es gibt aber auch ganz andere Dinge, die du lernen wirst. Warum? Ganz einfach...

Weil du Teil einer Gemeinschaft bist, die etwas bewegen will. Weil hinter unseren Lehrplänen, ein Team aus leidenschaftlichen Leitern steht. Es geht uns nicht nur um dein Wissen sondern auch um andere Themen, die relevant für dich sind.

Autor: Michael Jeckle  Lesezeit: 4 Minuten

THS. Erfahrungen - Das lernst du Wirklich!

„Wir bilden Surfer aus, die auf Wellen reiten und die Kraft des Wassers nutzen können. Wir wollen, dass unsere Studenten lernen, dem Druck des pastoralen Dienstes standzuhalten und dabei nicht auszubrennen.“ – Inga Haase I Gründerin von THS.-

1 . Gott und Menschen lieben

Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, als ich mein erstes 3*3 Mentoring Gespräch mit meinem Ausbilder in der Gemeinde hatte. Das erste der 9 Felder heißt: „Ich liebe Gott und Menschen“.

Ich habe mich heftig über Gott und über eine Person in unserer Kirche, die überhaupt nicht so lebt wie ich es für richtig und fromm gehalten habe, aufgeregt. Das Problem lag aber nicht bei Gott oder dieser Person, sondern bei mir. Ich hatte meine Gottesbeziehung zum „Beruf“ gemacht und Gott zum Diener meiner eigenen Ziele auserkoren. Ich musste mir in meiner Selbsteinschätzung zu diesem Punkt eingestehen, dass meine Liebe für Gott und Menschen nicht wirklich dem Ideal und dem Vorbild von Jesus entsprachen.

Nach jedem Trimester, alle vier Monate und über die drei Jahre meiner Ausbildung habe ich mit meinem Ausbilder über meine Beziehung zu Gott und Menschen gesprochen. Nach diesen Gesprächen wusste ich wieder mehr, wie Jesus denkt und wie Jesus handeln würde. Ich habe gelernt Ungerechtigkeiten zu ertragen, sie bei Gott abzugeben, mal darüber zu klagen und mit Gott zu streiten. Ich habe aber auch seine Liebe, seine Demut, sein Herz für diese Welt und jeden Menschen mehr verstehen gelernt. 

Das Herz von THS ist es, dir zu helfen Gott und Menschen lieben zu lernen, damit dein Herz weich bleiben kann, du Gottes Stimme hören kannst und darauf vertraust, was er sagt und tut. Jesus ist aus Liebe für uns gestorben, seine Liebe ist der Grund warum seine Kirche überhaupt existiert.

„Wenn ich mit Menschen und mit Engelszungen rede, aber keine Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz, eine lärmende Zimbel. Und wenn ich die Gabe prophetischer Rede habe und alle Geheimnisse kenne und alle Erkenntnis besitze und wenn ich allen Glauben habe, Berge zu versetzen, aber keine Liebe habe, so bin ich nichts.“ (1. Korinther 13, 1-2)

Als Leiter in einer Kirche ist man oft mit persönlichen Schicksalsschlägen, aber auch mit organisatorischen und visionären Problemen konfrontiert. Bei THS wirst du lernen, wie man mit Krisen umgeht und sie verarbeitet.

2. Krisen als Chancen sehen

Probleme gibt es überall und dort wo Menschen sind, sind auch Probleme. Kirche ist ein Ort voller Menschen aus unterschiedlichsten Hintergründen. Ein Ort voller armer, reicher, starker, schwacher, gesunder und kranker Menschen. Kirche sollte der Ort sein, wo das alles seinen Platz finden darf.

Als Leiter musst du kein Ideal vorleben, was du eigentlich gar nicht leisten kannst. Als Leiter musst du wissen, wie man die „Herde auf Grüne Auen“ führt. Dein Glaube und dein inneres Bild über deine Berufung und die Berufung der Menschen, für die du mit verantwortlich bist, muss mehr sehen als das was vor Augen ist. Gottes Pläne sind immer größer, weiter, höher und immer gut. Gott hat mit Jesus Hoffnung gebracht und sogar eine Lösung geschaffen, die den Tod bezwungen hat. Mit Krisen umzugehen und sie als Chance für Wachstum zu sehen ist ein ganz wichtiger Bestandteil, den du lernen wirst.

3 . Leiterschaft als Geschenk sehen

„Ich habe keinen Bock mehr. Ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr.“ Solche Sätze habe ich öfters gesagt während meiner Zeit bei THS. Es ist nicht einfach ein Team zu vergrößern, eine Kleingruppe abzugeben und Menschen in eine Eigenverantwortung für ihre Nachfolge zu führen. Aber es ist unser Job und es ist das größte Privileg, was man haben kann. Zu sehen wie Menschen ihr Leben Jesus geben, versetzt mich heute noch bei jeder Taufe in Tränen. Zu sehen, wie Leiter ausgebildet werden und sich fördern lassen ist das schönste Gefühl überhaupt. Wenn du siehst, dass mit dem Wenigen, was du hast, Gott Großes tut, dann kannst du nicht anders, als deine Aufgabe als ein Geschenk zu sehen. Leiten heißt zu dienen und sich für Menschen einzusetzen.

Als Jugendpastor, Gründer einer Gemeinde, leitender Mitarbeiter oder in einer anderen tragenden Rolle in einer Organisation darfst du eines der schönsten Dinge tun, die es auf dieser Welt gibt. Trotz der Anstrengung, trotz des Verzichts, den Überstunden und den Krisen, die man erlebt.

Jesus hat den Himmel verlassen mit all seinen Privilegien! Warum?! Weil leiten sowie Menschen in Freiheit und in das ewige Leben zu führen ein ebenso großes Privileg und Geschenk ist. 

THS steht für „Theology for Hands and Spirit und genau diese Art von Theologie soll dir helfen, dein eigenes Leben zu reflektieren. Gottes Wort möchte unseren Glauben stärken, unser Handbuch fürs Leben sein.

4. Theologie verstehen lernen

Wir studieren Gottes Wort und wollen verstehen lernen, wie die Lehre über Gott – also Theologie – uns dabei hilft. Es geht darum zu verstehen, was Theologie wirklich ist, was es mit deinem Glauben macht, wie es dir und wie es anderen helfen kann. Gottes Wort ist mit so viel Weisheit und Kraft für unser Leben ausgestattet, dass es sich lohnt es zu studieren. Deshalb wollen wir dir helfen zu verstehen, wie sich die Theologie entwickelt hat, was sie geprägt hat und wie du Gottes Wort auf dein Leben und das Leben deiner Kirche anwenden kannst. Ein gutes theologisches Fundament für deine Arbeit ist unser Ziel. Unser ehemaliger Studienleiter Dr. Sebastian Moll, brachte ein Buch heraus mit dem Titel „Jesus war kein Theologe“. Dennoch konnte Jesus die Schriften im Alten Testament auslegen, sie erklären und in die Lebenswirklichkeit seiner Zuhörer übertragen.

Als THS haben wir Dozenten aus unterschiedlichen Denominationen bei uns damit du verschiedenste theologische Ansätze verstehen lernst. Wir möchten, dass du Theologie verstehst und Gottes Wort lebst!

5. Deine Zeit managen

Viele glauben, dass es das Wichtigste ist, eine gute Predigt zu halten oder perfekte Exegese betreiben zu können. Bei THS glauben wir, dass eines der wichtigsten Dinge für dein Leben als Leiter deine Zeit ist. Zeit ist sehr kostbar und sie ist begrenzt. Zeit kannst du dir im Übrigen auch nicht wieder holen. Prediger 3 sagt schon:

„Ein jegliches hat seine Zeit und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.“

Zu wissen, wann du was machst und wann Gott die Zeit für bestimmte Schritte gesetzt hat, ist sehr wichtig. So haben wir zum Beispiel einen Kurs über „Zeitmanagement & Gebet“. Hast du deinen Kalender schon mal mit Gott zusammen geplant? Wusstest du, dass 50 Prozent deiner Zeit in dein eigenes Selbstmanagement gehen sollte, damit du Andere gut leiten kannst?

In deinen Ausbildungsgesprächen wirst du beispielsweise nach den Zielen deiner Gruppe oder den letzten Mitarbeitergesprächen gefragt. Deine persönliche Stille-Zeit mit Gott, dein freier Tag und ein Klostertag pro Trimester helfen dir damit du deine Zeit gut einteilst. 

Mit deiner Zeit und Kraft gut zu haushalten und beständig deine Systeme und Zeiteinteilung zu verbessern wird ein Bestandteil deiner Ausbildung bei THS sein.

Du willst Theologie studieren? 

Vielleicht ist THS. der richtige Ort für dich. Wir stellen uns auf Youtube und Instagram vor, damit du einen Einblick in unsere Vision bekommst. Außerdem haben wir einen Test für dich vorbereitet. Du bekommst das Ergebnis und weitere theologische Schulen, Universitäten und Akademien, die wir empfehlen können mitgeschickt.


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Michael Jeckle

Michael Jeckle ist seit 2019 bei THS. angestellt, wo er auch sein Theologiestudium abgeschlossen hat. Er ist verheiratet und in der Chapel Fürth für den Gästebereich veranstwortlich. Sein Herz ist es, der Kirche zu helfen sich zu multiplizieren indem starke Leiter zugerüstet werden. Er liebt es sich beständig weiterzuentwickeln.

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