Theologie studieren - Das macht ein gutes Studium aus.

Theologie studieren kann ganz schön kompliziert sein. Simon Röck ist Studienleiter bei THS.Deutschland und verfügt neben jahrelanger pastoraler Erfahrung im Gemeindebereich über ein fundiertes und weit gefächertes theologisches Wissen. In diesem Artikel gibt Simon Einblick, worauf du bei einem Theologiestudium achten solltest.

Autor: Studienleiter Simon Röck  Lesezeit: 2 Minuten

Biblisch fundiert

Denn alles, was einst geschrieben worden ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch Geduld und durch den Trost der Schriften Hoffnung haben. (Röm. 15,4)

Die Bibel ist die Richtschnur und Norm, nach der all unser Handeln als Christen erfolgen muss. Die Bibel ist Gottes inspiriertes Wort, dass von uns Gehorsam und Transformation durch die Kraft des Heiligen Geistes fordert. Ein gutes Theologiestudium zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht antritt, um die Bibel als Wort Gottes in Frage zu stellen oder zu kritisieren. Die Schrift untersteht nicht der Autorität des Auslegers, sondern der Ausleger untersteht der Autorität der Schrift.

Ziel beim Theologie studieren ist es daher, das inspirierte, offenbarte Wort Gottes besser zu verstehen und auf unser Leben anwenden zu können, um mehr und mehr in das Ebenbild Gottes verwandelt zu werden. Die Bibel ist ein Buch mit einer Agenda: Menschen zur Umkehr zu rufen. Daher lassen wir es zu, dass die Bibel unsere Theologie und Leben kritisiert. Wir erwarten, dass die Bibel unser Leben liest, es kritisiert und verändert.

Praxisorientiert

Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie hören, wenn niemand verkündet? (Röm. 10,14)

So wie die Bibel eine Agenda hat, so haben auch die Nachfolger Jesu eine Agenda: Einer Welt voller Schmerz, Chaos und Hoffnungslosigkeit einen liebenden Gott zu präsentieren, der sich für die Welt aufopfert und sich auch um die kleinen Details des Alltags der Menschen sorgt. Ein gutes Theologiestudium bereitet den Studenten darauf vor, ein Licht in Finsternis und eine Stimme der Hoffnung in einer hoffnungslosen Welt zu sein. Hoch Philosophische, theoretische Glaubensfragen können daher innerhalb eines guten Theologiestudiums immer nur eine sekundäre Rolle einnehmen.

Primär werden Theologien entwickelt, die den gelebten Alltag der Menschen ernst nehmen und Antworten geben, die zum echten Leben passen. Der Fokus muss darauf liegen, eine robuste Theologie der Praxis zu entwickeln, die dem Studenten des christlichen Glaubens dabei helfen wird, die Höhen und Tiefen des christlichen Dienstes erfolgreich zu überwinden und die ihn in Krisenzeiten daran erinnert, warum er sein Leben in den Dienst des höchsten Gottes gestellt hat. Eine praktische Theologie verkündet: Dein Reich komme, dein Wille geschehe. Wie im Himmel, so auf Erden (Math. 6,10).

Pastor Jens Schulz kurJP Schulz

Herausfordernd

Jesus sagt: Komm! (Math. 14,29a)

Gott ist nicht angetreten, um unseren Status Quo zu erhalten. Er ruft uns beständig neu hinaus in das Unbekannte, neu auf das Wasser, neu in die Dunkelheit hinein, die ihn umgibt. Theologie studieren zielt nicht darauf ab, abgedroschene Phrasen und Konzepte zu lernen, die mit der Lebenswirklichkeit der Nachfolge nichts zu tun haben.

Ein gutes Theologiestudium macht es sich zur Aufgabe, kontroverse und konträre Standpunkte fair zu präsentieren und die Studenten zu ermutigen, ihre eigenen Schlüsse zu ziehen und zu eigenen Ergebnissen zu kommen. Ein gutes Theologiestudium bringt Diener Gottes hervor, die aus tiefer, innerer Überzeugung heraus sprechen und handeln, da sie auch schwierige Fragen ihres Glaubens konfrontiert haben und nun aus reflektierter Entschlossenheit handeln.

Charakterfördernd
Wer also zu stehen meint, der gebe Acht, dass er nicht fällt. (1. Korinther 10,12).

Reine Wissensvermittlung ist nicht das finale Ziel davon, Theologie zu studieren. Die Erkenntnis bläht auf, die Liebe aber baut auf (1. Korinther 8,1). Ein gutes Theologiestudium macht es sich zum Ziel, auf allen Ebenen des Studiums die Entwicklung der Tugenden zu fördern, das Loslassen von Untugenden zu begünstigen und einen Raum zu schaffen, in denen die klassischen Tugenden aktiv gelebt werden können. Wir leben in einer Welt, die sich nach Männern und Frauen von Charakter und Integrität sehnt und wenig in unserem christlichen Dienst wird Bestand haben, wenn Tugend und Charakter von unserem Leben abwesend sind.

Im Bewusstsein der Verantwortung vor Gott und den Menschen macht es sich ein gutes Theologiestudium daher zur Aufgabe, seinen Studenten zu helfen, mehr und mehr Nachfolger des höchsten Gottes zu werden, immer mehr in seinen Fußstapfen zu gehen, immer mehr so zu handeln, sprechen, denken und fühlen wie er. Ein gutes Theologiestudium hilft dem Studenten, seines Status als Diener und Kind des Königs der Könige gerecht zu werden.

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